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CSR RUG – Ein Überblick zum aktuellen Umsetzungsgesetz

In diesem Post

NFRD, CSR-RUG und CSRD – Was ist das?

Schritt für Schritt wird die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts zum Standard. Ab 2024, für das Geschäftsjahr 2023, wird der Bericht für viele Unternehmen sogar verpflichtend und damit auch umfangreicher als bisher.

 

Bisher setzt die “Non-Financial Reporting Directive” (NFRD), also die EU-Richtlinie für nichtfinanzielle Erklärung, den Rahmen für die Gesetzgebung in Europa. Für deutsche Unternehmen wurden die Inhalte der Richtlinie mit dem Corporate Sustainability Reporting Richtlinien Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) vom Bundestag umgesetzt. Aktuell wird auf EU-Ebene die “Corporate Sustainability Reporting Directive” (CSRD) als Neuauflage diskutiert. Laut Plan soll diese Ende 2022 in Deutschland umgesetzt werden, und damit das Corporate Sustainability Reporting Richtlinie Umsetzungsgesetz ablösen bzw. erweitern. Somit wird bald ein neues CSR Gesetz in Deutschland ausgearbeitet und in Kraft treten.

Zusatzinfo: 

Das CSR-RUG ist kein Gesetz, das für sich steht. Es diente dazu, Änderungen in anderen Gesetzen vorzunehmen, die im CSR-RUG beschrieben sind. So wurden unter anderem das Handelsgesetz, die Unternehmensregisterverordnung oder das Wertpapierhandelsgesetz durch das Corporate Sustainability Reporting Richtlinie Gesetz geändert, damit die deutschen Gesetze der Richtlinie 2014/95/EU, wie die Richtlinie zur nichtsfinantiellen Berichterstattung (NFRD – Non-Financial Reporting Directive) offiziell heißt, entsprechen.

Betroffen von der neuen Berichtspflicht werden sein: Börsennotierte Unternehmen, die keine “Kleinstunternehmen” (weniger als 10 Mitarbeitende und Jahresumsatz oder Bilanzsumme <2 Mio. €) sind. Das betrifft Software-Größen von SAP und internationale Automobilkonzerne wie VW, Banken wie die Commerzbank bis hin zu Kommunikations- und Handelsunternehmen wie Ströer und METRO. Außerdem sind „große“ Unternehmen, d.h. solche, die 2 der nachfolgenden 3 Eigenschaften erfüllen, betroffen: 

  • Mehr als 250 Mitarbeitende 
  • Bilanzsumme > 20 Mio. € 
  • Umsatz > 40 Mio. €
 

Damit wäre das Café um die Ecke oder wir von der Grubengold GmbH nicht von der Pflicht betroffen. Als Grubengold berichten wir dennoch freiwillig:

Hier geht es zum Grubengold Nachhaltigkeitsbericht 2021

Da Nachhaltigkeit ein Teil unserer UnternehmensDNA ist, wollen wir transparent machen, wie wir zur glücklichen Welt beitragen. Außerdem wissen wir so, wovon wir sprechen. Ein freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht kann die Außenwirkung des Unternehmens verbessern. Eine klare Vision, die nach innen und außen kommuniziert wird, zeigt eine gemeinsame Zielrichtung und Erfolge auf, die sonst wenig Beachtung finden würden. Der Bericht kann ein zentrales Element der Unternehmenskommunikation sein, besonders für die jüngeren Zielgruppen, die genauer hinschauen.

Was muss ich tun, wenn ich von den Reporting-Vorgaben betroffen bin?

Nachhaltigkeit muss als Teil der Unternehmensstrategie verstanden werden. Sie darf nicht nur oberflächlich oder nebenbei abgehandelt werden, sondern muss durchgängig in allen Prozessen, von der Mülltrennung über die Dienstfahrzeugs- oder Zulieferungsrichtlinie bis hin zum strategischen Management und dem Geschäftsmodell mitgedacht und eingeplant werden.

 

Quick Tip: 

Eine Einführung in die Grundsätze der Nachhaltigkeit des Unternehmens kann direkt im Onboarding neuer Mitarbeitenden gegeben werden. Außerdem kann eine Nachhaltigkeitsbewertung in Entscheidungsvorlagen sicherstellen, dass Nachhaltigkeitsaspekte in unternehmerische Entscheidungen einfließen.

Daten erfassen und bereithalten ist die entscheidende Grundlage für eine CO2 Bilanz oder andere Berichte. Ein zentrales und durchdachtes Datenmanagement ist dafür oft unerlässlich.

Jährliche Berichte sind das Ergebnis der Vorarbeit und dienen damit gleichzeitig auch der Übersicht über den eigenen Fortschritt und Beitrag. 

 

Quick Tip: 

Diese Erhebungen lassen sich in bereits bestehende Prüfungssysteme, wie bspw. ein DIN EN ISO 9001 Managementsystem integrieren. Verbindliche europäische Berichtsstandards werden voraussichtlich ab 2025 für das Geschäftsjahr 2024 erfüllt werden müssen. Diese werden bis dahin noch entwickelt und sich voraussichtlich an dem GRI-Standard orientieren. Hierzu ist es sinnvoll, sich über die neuen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und durch Wissen über bereits bestehende Vorgaben und Diskussionen mögliche Veränderungen schon vorher zu sehen.

Wo fange ich an?

Ein Unternehmen nachhaltig zu gestalten, um einen Bericht in der Hand halten zu können, der nicht nur der CSR Richtlinie entspricht, sondern stolz macht und aufzeigt, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde, die Zukunft des Unternehmens, der Arbeitsplätze und der Natur langfristig zu bewahren und nutzbar zu halten, beginnt mit dem Überblick über den aktuellen Stand. Darauf aufbauend wird die Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet und konkrete Schritte wie etwa die Dekarbonisierung der Arbeitsabläufe durchgeführt. In diesem Prozess, der auch immer wieder neue Veränderungen bereithält, begleiten wir, von Grubengold, euch natürlich gern. Als agil arbeitende unkonventionelle Beratung mit breiter Erfahrung im Bereich der Venture-Entwicklung unterstützen wir individuell und pragmatisch auf dem Weg in eine glücklichere Welt.

 

(*) Foto von Anete Lusina

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