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Intention Setting

Intention Setting als innerer Kompass im Job 

Viele starten ins neue Jahr mit einer Liste von Zielen. Mehr Sport, weniger Stress, besser priorisieren, endlich das eine Projekt abschliessen. Ziele sind hilfreich, weil sie messbar sind und Dir einen klaren Rahmen geben. Gleichzeitig kann genau dieser Ergebnisfokus Druck erzeugen, besonders dann, wenn der Alltag dazwischenfunkt.

Intention Setting setzt früher an. Nicht bei der Frage, was Du später erreicht haben willst, sondern bei der Frage, wer Du heute im Arbeitskontext sein möchtest. Eine Intention ist wie ein innerer Kompass. Sie erinnert Dich daran, wie Du Deinen Weg gehen willst, auch wenn sich Termine, Prioritäten und Anforderungen ständig verändern.

Ziele geben Struktur, Intentionen geben Richtung

Stell Dir Ziele wie einen Zielort auf der Karte vor. Du weisst, wohin Du willst. Intentionen sind das, was Deine Art zu reisen beschreibt. Mit welcher Haltung gehst Du los, wie triffst Du Entscheidungen unterwegs, wie reagierst Du, wenn Umwege kommen.

Ein Ziel im Job könnte sein: Du willst einen Workshop moderieren, ein Angebot fertigstellen oder ein Teammeeting effizienter machen. Das ist gut, weil es Orientierung schafft.

Eine Intention ergänzt das Ziel um die Qualität Deines Handelns. Zum Beispiel:

  1. Ziel: Workshop moderieren

  2. Intention: Ich bin präsent, neugierig und höre die Gruppe wirklich


Beides zusammen wirkt stark: Das Ziel gibt Struktur, die Intention sorgt dafür, dass Du nicht nur Aufgaben abarbeitest, sondern stimmig handelst. Viele merken genau hier den Unterschied zwischen produktiv sein und wirksam sein.
Intention setting

Hinweis: Dieses Bild wird mithilfe von KI generiert.

Intentionen beginnen im Jetzt und nicht im Ergebnis 

Ziele liegen in der Zukunft. Intentionen leben im Moment. Das verändert sofort Deinen Fokus.

Wenn Du nur auf das Ergebnis schaust, kann schnell ein innerer Kommentar auftauchen: Reicht das, bin ich schnell genug, mache ich es richtig. Das kann motivieren, aber oft kippt es in Druck.

Intentionen setzen auf den Zustand, den Du erleben willst. Sie sind positiv formuliert und im Präsens, so als wäre es bereits wahr. Damit werden sie zu einem kleinen inneren Satz, der Dich im Tagesgeschäft wieder einfängt.

Praktische Beispiele für den Arbeitsalltag:

  1. Statt: Ich will weniger gestresst sein
    Besser: Ich arbeite mit Klarheit und Ruhe, auch wenn es voll ist

  2. Statt: Ich will effizienter werden
    Besser: Ich entscheide bewusst, was wichtig ist, und sage freundlich Nein

  3. Statt: Ich will mich in Meetings mehr durchsetzen
    Besser: Ich spreche klar aus, was ich sehe und was ich brauche

  1. Ziel: Workshop moderieren

  2. Intention: Ich bin präsent, neugierig und höre die Gruppe wirklich


Beides zusammen wirkt stark: Das Ziel gibt Struktur, die Intention sorgt dafür, dass Du nicht nur Aufgaben abarbeitest, sondern stimmig handelst. Viele merken genau hier den Unterschied zwischen produktiv sein und wirksam sein.

Der Werte Check: Warum Dein Warum über Dranbleiben entscheidet 

Damit Intentionen nicht nach zwei Wochen verpuffen, brauchen sie ein Fundament. Dieses Fundament sind Deine Werte. Werte sind nicht nett klingende Worte an der Wand, sondern Deine persönliche Logik dafür, was Dir wichtig ist und was sich stimmig anfühlt.

Wenn Du Deine Werte kennst, wird Intention Setting plötzlich leicht. Denn Du musst nicht immer wieder überlegen, was Dir richtig ist. Du prüfst nur noch kurz: Passt das zu dem, was mir wichtig ist.

Ein Mini-Vorgehen für den Werte-Check:

  1. Wähle einen Wert (oder bis zu 5 Werte), der Dir im Job wirklich wichtig ist, zum Beispiel Verbindung, Klarheit, Freiheit, Kreativität, Verlässlichkeit

  2. Frag Dich: Woran würde ich heute merken, dass ich diesen Wert lebe?

  3. Formuliere daraus eine Intention in einem Satz

Beispiel:

  1. Wert: Verbindung

  2. Alltagsmerkmal: Ich gehe aktiv in ehrliche Gespräche, statt mich zu verkriechen

  3. Intention: Ich pflege aufrichtige Beziehungen und spreche Dinge respektvoll an.

Im Team wird es noch spannender: Wenn Ihr Eure Werte sichtbar macht, entsteht schneller Verständnis für unterschiedliche Arbeitsstile. Entscheidungen werden einfacher, weil Ihr nicht nur über Maßnahmen sprecht, sondern über die Haltung dahinter.

3 schnelle Fragen an Nicole Keitel 

Nicole arbeitet bei Grubengold sowohl an Personalthemen als auch im Bereich Innovation und Design Thinking. Hier ein gekürzter Auszug aus ihrem Blick auf Intention Setting.

#1 Was ist Intention Setting für Dich, und wie unterscheidet es sich vom klassischen Ziele setzen?
Intentionen sind für mich die innere Ausrichtung, also die Haltung, mit der ich an etwas herangehe. Ein Ziel beschreibt, was ich erreichen will. Die Intention lenkt, wie ich auf dem Weg dorthin sein möchte. Beides gehört zusammen, aber die Intention verhindert, dass ich nur noch To-dos abarbeite. Sie sorgt dafür, dass mein Handeln zu mir passt und sich stimmig anfühlt. Ein Beispiel: Ein Ziel ist „Workshop moderieren“. Meine Intention dazu kann sein „Präsent bleiben, neugierig bleiben und die Gruppe wirklich hören“. Das verändert die Qualität der Arbeit spürbar. Ziele liefern Struktur. Intentionen sorgen dafür, dass ich nicht im Autopilot versinke.
#2 Wie hilft Dir Achtsamkeit als Anker im turbulenten Arbeitsalltag?
Achtsamkeit holt mich aus dem Autopilot. Ein kurzer Check-in reicht oft, um meine Prioritäten zu sortieren und wieder klar zu sein. Das ist nichts Großes, eher ein kleines Reset zwischendurch. Einmal tief durchatmen, Körperspannung lösen, neu sortieren. So halte ich meinen Fokus, statt mich von jedem Ping, jedem Meeting und jeder Anforderung treiben zu lassen. Achtsamkeit schafft einen inneren Abstand und hilft mir, klar zu bleiben, auch wenn der Kalender brennt.
#3 Welchen konkreten Vorteil bringt die Klarheit über die eigenen Werte im Hinblick auf Team-Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung?
Werte sind für mich wie eine Kompassnadel. Sie prägen, wie ich arbeite, entscheide und woran ich mich orientiere, oft ohne dass ich es bewusst merke. Wenn ich meine Werte klar habe, treffe ich stimmigere Entscheidungen und verliere mich weniger im Klein-Klein. Im Team entsteht dadurch schneller ein gegenseitiges Verständnis. Wir haben bei Grubengold gemeinsame Werte erarbeitet und gleichzeitig unsere persönlichen Werte reflektiert. Dieser Abgleich macht sichtbar, aus welcher Haltung gehandelt wird und kann gemeinsame Entscheidungen leichter machen.

Fazit: Haltung macht den Unterschied 

Wenn Du nur Ziele setzt, kann es passieren, dass Du zwar ankommst, aber unterwegs den Kontakt zu Dir selbst verlierst. Intention Setting bringt Dich zurück ins Hier & Jetzt und macht Dein Handeln bewusst.

Ein guter Start ist das einfache 15 Minuten Vorgehen:

  1. Ausrichtung: Wer möchtest Du in diesem Jahr im Job sein, welche Werte und Gefühle sollen Dich prägen

  2. Fokus: Worauf lenkst Du Deine Energie primär, zum Beispiel Zusammenarbeit, Gesundheit, Projekte, Beziehungen

  3. Essenz: Welches Wort oder welcher kurze Satz fasst das zusammen

Schreib Dir am Ende maximal drei Intentionen auf und mach sie sichtbar. Dann verknüpfst Du sie mit kleinen Routinen:

  1. Morgens laut lesen

  2. Beim Kaffeekochen kurz erinnern

  3. Abends eine Minute reflektieren, was heute dazu gepasst hat

Und wenn Du es mal vergisst: Das ist kein Scheitern. Du korrigierst einfach den Kurs und startest im nächsten Moment neu. Genau darin liegt die Stärke von Intentionen als Kompass im Arbeitsalltag.

Wenn Du möchtest, formuliere ich Dir aus zwei bis drei Werten direkt drei passende Intentionen, inklusive konkreter Mikro Routinen für Deinen Arbeitskontext.

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