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ESG-Regulatorik Q1 2026

Alle Updates kurz zusammengefasst 

Das erste Quartal 2026 ist um und eins wird direkt klar: Die Geschwindigkeit im Bereich Nachhaltigkeit ist unverändert hoch. Von der Einführung neuer Reporting-Tools bis zu verschärften Maßnahmen gegen Greenwashing – wir haben für Euch die wichtigsten News sortiert, damit Ihr Euch auf Euer Kerngeschäft konzentrieren könnt.

Dein Update zur Nachhaltigkeitsregulatorik Q1 2026 

In der heutigen Geschäftswelt sind die regulatorischen Anforderungen komplexer und dynamischer denn je. Dies gilt branchenübergreifend und gleichermaßen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie für große Konzerne. Die gestiegenen Erwartungen vonseiten der Aufsichtsbehörden, Investor:innen und der Öffentlichkeit an Transparenz, Compliance und eine ehrliche, proaktive Kommunikation sind unübersehbar.

Um Euch einen klaren Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zu geben, die für Euer Unternehmen von Bedeutung sind, haben wir die entscheidenden Updates aus den ersten drei Monaten des Jahres zusammengefasst.

Nachhaltigkeitskommunikation

Schluss mit vagen Versprechen: Am 19. Februar 2026 wurde das Dritte Gesetz zur Änderung des UWG verkündet. Damit werden die strengen Vorgaben der EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition) offiziell in deutsches Recht gegossen.

Was das für Euch heißt? „Umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ darf man künftig nur noch sagen, wenn knallharte Fakten dahinterstehen.

Tipp: Ihr wollt wissen, wie Ihr Eure Erfolge rechtssicher kommuniziert? Schaut mal in unser EmpCo-Webinar rein!

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Gute Nachrichten für den Mittelstand: Die DNK-Plattform hat im März ordentlich nachgelegt.

02.03.2026: Die Weiterentwicklung des VSME-Moduls (Voluntary SME Standard) ist live. Es hilft Euch dabei, einen freiwilligen Bericht zu erstellen, der bei Banken und Kund:innen punktet, ohne Euch bürokratisch zu erschlagen.

24.03.2026: Brandneu sind jetzt auch branchenspezifische Hinweise zum VSME verfügbar. So müsst Ihr das Rad nicht neu erfinden.

Euer Fahrplan: Ihr seid unsicher beim ersten VSME-Bericht? Unser VSME-Webinar zeigt Euch Schritt für Schritt, wie es geht.

Sonstige Updates

Nicht nur beim Reporting, auch bei Produktsicherheit und strategischen Zertifizierungen hat sich im ersten Quartal viel getan. Hier müsst Ihr jetzt genauer hinschauen:

B Corp Zertifizierung: Neue Standards 

Seit dem 01.01.2026 gelten die neuen Performance-Anforderungen. Das ist ein echter Gamechanger: B Lab hat das System von einer reinen Punktejagd auf verbindliche Mindestanforderungen in 7 Impact-Bereichen umgestellt.

  • Die 7 Themen: Dazu gehören u. a. Climate Action, JEDI (Justice, Equity, Diversity & Inclusion), Human Rights und Environmental Stewardship.
  • Was ist neu? Ihr müsst jetzt in jedem dieser sieben Bereiche spezifische Anforderungen erfüllen. Eine extrem gute ökologische Bilanz kann Defizite bei den Arbeitsrechten oder der Governance nicht mehr einfach „ausgleichen“.
  • To-do: Wer eine (Re-)Zertifizierung plant, muss den neuen Pfad erfüllen. Checkt eure Performance direkt in den sieben neuen Kategorien, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Mehr dazu erfahrt Ihr in unserem Blogartikel zu den Änderungen der B Corp Standards.

CBAM: Die Import-Regeln werden ernst

Der CO₂-Grenzausgleichmechanismus (CBAM) ist in der Realität angekommen. Die Übergangsphase ist vorbei, seit dem 1. Januar befinden wir uns in der Regelphase.

Wichtigste Frist: Wer Waren wie Eisen, Stahl, Alu oder Zement importiert, muss jetzt handeln. Die Erstellung der jährlichen CBAM-Erklärung für die Emissionen aus 2026 steht zwar erst 2027 an, aber die Registrierung als zugelassener CBAM-Anmelder ist ab jetzt die Voraussetzung für einen reibungslosen Import.

Achtung: Eine verpasste Registrierung kann zu Problemen führen.

EU-Taxonomie: Fokus auf Entlastung und Bürokratieabbau

Am 08.01.2026 wurde die Delegierte Verordnung (EU) 2026/73 im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Sie dient dazu, die Anforderungen der Taxonomie zu vereinfachen, den Anwendungsbereich zu reduzieren und insgesamt für mehr Konsistenz in der Berichterstattung zu sorgen.

Der Fokus: Im Zentrum steht ein großzügiger Wesentlichkeitsgrundsatz. Zudem wurde der Anwendungsbereich deutlich eingeschränkt: Verpflichtend ist die Taxonomie-Berichterstattung nun primär für große haftungsbeschränkte Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und über 450 Mio. EUR Nettoumsatz.

Eure Wahl bei der Anwendung: Die neuen Regeln gelten offiziell ab dem 01.01.2026. Für das Geschäftsjahr 2025 habt ihr jedoch ein Wahlrecht: Ihr könnt entweder bereits die neuen Erleichterungen nutzen oder die Verordnungen in der bis zum 31.12.2025 geltenden Fassung anwenden.

Wichtiger Hinweis: Auch wenn ihr unter die neuen Schwellenwerte fallt, können Finanzinstitute über vertragliche Vereinbarungen (z. B. bei der Kreditvergabe) weiterhin Taxonomie-Daten von euch einfordern.

REACH: Eure „Watchlist“ für Chemikalien wächst

Die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) wurde am 4. Februar 2026 von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) aktualisiert. Damit befinden sich nun insgesamt 253 Stoffe auf dieser Liste, die als potenzielle Kandidaten für ein künftiges Zulassungsverfahren gelten.

  • Regelmäßige Updates: Die Liste wird zweimal jährlich aktualisiert und veröffentlicht. Die letzte Änderung erfolgte am 5. Februar 2026, um die neuen Aufnahmen zu reflektieren.
  • Eure Pflicht: Sobald ein Stoff auf der Kandidatenliste landet, müsst ihr prüfen, ob eure Produkte betroffen sind. Falls einer der 253 Stoffe enthalten ist, greifen Informationspflichten in der Lieferkette und Meldepflichten in der SCIP-Datenbank.
  • Checkup: Nehmt die aktuelle Veröffentlichung zum Anlass für ein kurzes Update eures Chemikalienmanagements. So bleibt ihr bei Audits auf der sicheren Seite und könnt proaktiv auf den Zulassungsprozess reagieren.

Ausblick 2026: Markiere Dir diese Fristen im Kalender

Nach dem Update ist vor der Deadline. Diese Termine solltet ihr für den Rest des Jahres auf dem Schirm haben:

Datum

Thema

Was steht an?

30. April 2026

EUDR

Bericht der EU-Kommission zu Auswirkungen und Bürokratieaufwand.

29. Mai 2026

EPBD

Umsetzung in nationales Recht (GEG-Novelle). Fokus: Energieeffizienz & Lebenszyklusemissionen.

Q2 / 2026

SBTi

Finale Version des Corporate Net-Zero Standard v2 erwartet.

31. Juli 2026

Right to Repair

Geplante Umsetzung in deutsches Recht für bessere Reparierbarkeit von Produkten.

12. August 2026

PPWR (Verpackung)

Ende der Übergangsfrist für die EU-Verpackungsverordnung.

(Webinar-Tipp im April)

27. September 2026

EmpCo

Die neuen Vorgaben gegen Greenwashing treten verbindlich in Kraft.

Oktober 2026

PFAS-Verbot

Erste Verbote für „Ewigkeitschemikalien“ in Textilien und Kosmetika greifen.

30. Dezember 2026

EUDR

Die Entwaldungsverordnung gilt voraussichtlich für große & mittlere Unternehmen.

Fazit: Mit Fahrplan durch den Regulierungsdschungel 

Ja, die Flut an Änderungen und Fristen kann nerven. Aber im Kern geht es um eins: Zukunftsfähigkeit. Wer heute seine Hausaufgaben bei VSME, CBAM und Co. macht, sichert sich morgen die Wettbewerbsfähigkeit. 

Wir unterstützen Euch dabei, die Regulatorik nicht als Last, sondern als Leitplanke für echtes, nachhaltiges Wachstum zu nutzen.

Bleibt handlungsfähig! In unseren regelmäßigen Webinaren beleuchten wir aktuelle Anforderungen der Nachhaltigkeit und zeigen Euch pragmatische Wege in die Umsetzung. Alle aktuellen Termine und spannende Aufzeichnungen findet Ihr in unserer Mediathek: grubengold.io/webinare/

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